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Marktbeobachtung

eSIM gibt es jetzt bei jedem Schweizer Anbieter. Bei dreien kommt der QR-Code per Post.

Die Frage ist nicht mehr, ob ein Schweizer Anbieter eSIM unterstützt. Alle tun es. Wir haben am 27. August jeden einzeln auf seiner eigenen Seite nachgeprüft. Interessant ist geworden, wie man drankommt: Bei drei Anbietern kommt der QR-Code per Post, bei einem nur auf Anfrage beim Kundendienst, und bei fünf wechselt man selbst im Kundenportal.

Darum geht's

  • Alle 23 Anbieter in unserem Vergleich unterstützen eSIM. Vom Netzbetreiber bis zum Discounter, ohne Ausnahme.
  • 14 aktivieren die eSIM gratis. Am oberen Ende stehen CHF 59 im Salt Store.
  • Bei Salt, Lidl Connect und Post Mobile kommt der QR-Code per Post. Sofort loslegen geht dort nicht, auch wenn eSIM genau dafür gemacht ist.
  • Mucho gibt eine eSIM nur auf Anfrage heraus. Neukunden müssen zuerst eine physische SIM bestellen und aktivieren.

Der Punkt, an dem eSIM ihren Vorteil verliert

Der praktische Gewinn einer eSIM ist die Zeit: kein Warten auf Post, kein Ladenbesuch, kein Plastik im Portemonnaie. Bei Swisscom und Sunrise funktioniert genau das. Sunrise schreibt, alle Abos und Prepaid-Produkte seien eSIM-fähig und die bestehende SIM lasse sich selbst umwandeln. Swisscom bietet die eSIM für bestehende Abos an, gratis und sofort nutzbar.

Bei drei Anbietern ist es anders. Salt schreibt auf der eigenen eSIM-Seite: «Geniesse die schnelle Aktivierung, nachdem Du Deinen eSIM-Voucher per Post erhalten hast.» Dasselbe gilt für Lidl Connect und Post Mobile.

Das ist kein Zufall. Alle drei laufen auf derselben technischen Plattform von Salt. Wer dort eine eSIM bestellt, wartet auf einen Brief mit einem QR-Code, also genauso lang wie auf eine Plastikkarte.

Auch Migros Mobile verschickt den Code per Brief, dort allerdings terminiert: rund zwei Arbeitstage vor der Aktivierung des Abos.

Der umständlichste Weg führt über den Kundendienst

Mucho beantwortet die Frage in der eigenen Hilfe mit «Ja, die eSIM ist bei MUCHO verfügbar», hängt aber zwei Bedingungen an. Bestandskunden müssen den Wechsel beim Kundendienst beantragen, über Formular oder Telefon. Neukunden können die eSIM gar nicht direkt bestellen: Sie ordern zuerst eine physische SIM, aktivieren sie, und beantragen danach den Wechsel.

Bei GoMo ist es ähnlich, aber kürzer. Neukunden wählen die eSIM direkt bei der Bestellung. Wer schon Kunde ist, kommt nur über den Chat-Support hin, im Selbstbedienungsbereich MyGoMo geht es nicht.

Wer selbst wechseln kann

Bei fünf Anbietern erledigt man den Wechsel ohne Kontakt zu einem Menschen: Swisscom, Sunrise, Coop Mobile, Migros Mobile und Galaxus. Bei Galaxus wählt man im Cockpit «auf eSIM wechseln», die alte SIM wird automatisch inaktiv und der QR-Code kommt per E-Mail.

Zwei Einschränkungen, die auf keiner Werbeseite stehen: spusu unterstützt keine Smartwatches, ausdrücklich auch keine Apple Watch. Bei iWay gilt dieselbe Ausnahme für die Apple Watch.

Alle Anbieter mit Gebühr, Bezugsweg und Netz stehen nebeneinander im eSIM-Ratgeber. Die Verfügbarkeit dort kommt direkt aus unserer Datenbank und wird mit jedem Datenexport neu geschrieben.

Quellen

eSIM-Anbieter im Detail vergleichen

Alle Anbieter mit Aktivierungsgebühr, Bezugsweg und Netz in einer Tabelle. Verfügbarkeit kommt direkt aus unserer Datenbank.

Zum eSIM-Ratgeber →
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